Industrie 4.0 Konzepte

1. Industrie 4.0 Konzepte

1.20. Innerbetriebliche Weiterbildung - 4

Grobkonzept:

Ausrichtung des Unternehmens als anerkannter Ort von Wissenstransfer. Der Begriff "Wissenstransfer" ist bewusst gewählt, weil er verdeutlichen soll, dass betriebliche Weiterbildung von ihrem informellen Status (oft ohne Möglichkeit für Anerkennung) auf ein formelleres Niveau angehoben werden soll. Für das Unternehmen ergibt das den Vorteil, dass auch für das wenig beachtete informelle on-the-job Training betriebliche Kosten unter dem Titel Weiterbildungsmaßnahmen veranschlagt werden dürfen. Mitarbeiter erhalten ebenfalls Anerkennungen, beispielsweise in Form von Zertifikaten. Um dies zu erreichen, sind unter anderem folgende Maßnahmen notwendig:
  1. Formalisierung, einschließlich schriftlicher Festhaltung, von Trainingszielen, auch in einfachen Situationen;
  2. Dokumentation der Durchführung des Trainings, auch um dies später nachvollziehbar zu machen;
  3. Dokumentation der Feststellung eines erfolgten Wissenstransfers.

Obwohl diese Maßnahmen prinzipiell intern durch HR / Personalentwicklung durchgeführt werden kann, empfiehlt es sich, speziell im Falle von KMUs, ein externes Bildungsinstitut hinzuziehen. Dieses ist verantwortlich, die didaktischen und evaluativen Aspekte des Trainings sicher zu stellen und optionale Zusatzausbildungen einzubinden (beispielsweise die Vermittlung statistischer Grundkenntnisse im Zusammenhang mit Qualitätskontrolle).

Bei geeigneter professioneller Begleitung wird somit Training am Arbeitsplatz als Weiterbildung aufgefasst. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter können damit entsprechende Anerkennungen erhalten.